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MIC-Instrumente und starre Endoskope

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Kann ich bei Benutzung steriler Hüllen auf ein Einlegen der Instrumente verzichten und eine Wischdesinfektion vornehmen? Bzw. wo steht geschrieben wie mit solchen Kameraköpfen als Endokopiezubehör hygienisch zu verfahren ist?
Aus unserer Sicht sind Kameraköpfe, auch wenn diese mit einem Steril-Überzug versehen sind, nach der Anwendung zu reinigen und zu desinfizieren. Leider ist diese Vorgehensweise nirgends konkret beschrieben, so dass die Angaben des Herstellers - dies wird auch in der ISO17664 beschrieben - unbedingt einzuhalten sind.
Wie ist ein Amnioskop konisch zulaufend von ca. 20 cm Laenge und ca. 14,5 cm Durchmesser an der breitesten Stelle in Bezug auf die Aufbereitung einzustufen?
Da das Amnioskop im Sinne von RKI einen Hohlkoerper hat, der Durchmesser
spielt da eine untergeordnete Rolle, ist dieses erstmal in B einzustufen.
Ob es in semikritisch oder kritisch eingestuft werden kann, ist abhaengig
von dem Einsatz. Semikritisch sind alle Instrumente, die Kontakt mit
Schleimhaut oder krankhaft veraenderter Haut haben. Kritisch ist dadurch
gekennzeichnet, dass das Instrument z. B. Kontakt mit Blut hat und bei
Durchdringung von Schleimhaut eingesetzt wird. Da das Amnioskop waehrend
des Geburtsvorganges eingesetzt wird, ist der Kontakt mit Blut sicherlich
gegeben. Deshalb sollte es auch in Kritisch eingestuft werden. Da es sich
um ein Hohlkoerper-Instrument handelt, ist ein Klasse B-Dampfsterilisator
nach DIN EN13060 sinnvoll.
Kann man benutzte Lapraskopische Mic-Instrumente nach nur einer manuellen Vorreinigung im OP 24 bis ca. 48 Std. stehen lassen bis sie in die RDG kommen? Wie lautet die Ramenbedingungen dazu?
Die Ihrer Frage zu Grunde liegenden Umstaende sollten auf jeden Fall eine
Ausnahmesituation darstellen, welche beispielsweise einmal an einem
Wochenende gegeben sein kann. In diesem Fall sind insbesondere die
Hohlrauminstrumente mit vollentsalztem Wasser gruendlich zu durchspuelen, so
dass an den Austrittsoeffnungen klares Wasser austritt. So vorbehandelt kann
das Lap-Set dann an die ZSVA zur spaeteren Aufbereitung im RDG
weitergeleitet werden. Die Vorgehensweise ist mit der ZSVA abzustimmen.
Gegebenenfalls erfolgt in der ZSVA bei solchen Instrumenten-Sets zum Teil
eine zusaetzliche Vorbehandlung, z.B. Ultraschall. Die adaequate Reinigung
muss gewaehrleistet sein und sollte stichprobenartig auch einmal mittels
Proteintest verifiziert werden. Dann kann in besonderen Situationen so
vorgegangen werden.
Sind nicht zerlegbare MIC-Instrumente aufbereitbar?
Diese Frage kann nicht grundsätzlich beantwortet werden. Z. B. können nicht zerlegbare Zangen und Scheren mit einem Spülanschluss ausreichend gereinigt und sterilisiert werden. Allerdings ist darauf zu achten, das alle Oberflächen, welche mit dem Patienten direkten oder indirekten Kontakt haben, vom Aufbereitungsmedium erreicht werden müssen.

Generell muss die Aufbereitungsanweisung und/ oder der Hersteller eine Aufbereitungsmethode nennen.