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    Flexible Endoskope und Zubehör Flexible endoscopes and accessories 
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Flexible Endoskope und Zubehör



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Ist eine validierte Aufbereitung flexibler Endoskope in einer niedergelassenen Praxis vorgrschrieben? Ist ein manuelles Verfahren validierbar?

Lt. MPG und Betreiberverordung ist Ihre Frage mit ja zu beantworten. Es ist allerdings so, dass lt. RKI ein manuelles Verfahren noch möglich ist, abhängig von der Risikoeinstufung des Instrumentes. Wenn Sie Instrumente einsetzen, die in „semikritisch“ eingestuft sind, wird vom RKI die Aussage gemacht, dass vorzugsweise ein maschinelles Verfahren eingesetzt werden soll, dies schliesst aber eine manuelle Aufbereitung nicht aus. Dies sind überwiegend gastroenterologische Fiberskope. Werden die Fiberskope allerdings in der Urologie eingesetzt, so sind diese – mit Aussnahme des flexiblen Cystoskops, welches nur diagnostisch eingesetzt wird -  alle „kritisch“ und dort wird eine maschinelle Aufbereitung nach RKI gefordert.

Natürlich ist es diskussionswürdig, ob ein maschinelles Verfahren überhaupt validierbar ist. Man kann aber ein manuelles Verfahren standardisieren, in dem die Schritte genau beschrieben und dokumentiert werden. Zurzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern des DGSV (dt. Gesellschaft für Sterilgutversorgung), DGKH (dt. Gesellschaft für Krankenhaushygiene) und AKI an einer Leitlinie für die manuelle Aufbereitung.

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Wo finde ich den im Bundesgesundheitsblatt veröffentlichten Text?

"Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums." Dieser Text ersetzt nach Veröffentlichung im Bundesgesundheitsblatt die entsprechende Teilanlage zu Ziffer 5.1. der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionspräventation veröffentlicht im Bundesgesundheitsblatt 31/1988, Nr. 11.
Dateidownload beim RKI

Schlüsselwörter: Flexible Endoskope, Hygieneanforderungen

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Gibt es Richtlinien die besagen, das ein flexibles Cystoskop in einer URO-Ambulanz steril sein muss?

Streng genommen muss man Ihre Frage mit "ja" beantworten. Allerdings gibt es eine Ausnahmeregelung des BfArM und des RKI (Stand 28.01.2005), welche besagt, dass flexible Cystoskope dann noch desinfiziert eingesetzt werden dürfen, wenn diese nur diagnostisch eingesetzt werden. Allerdings müssen die in der Veröffentlichung beschriebenen Bedingungen berücksichtigt werden.

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Wie können Spülkanülen (Lumen <1mm) aufbereitet und autoklaviert werden?

Kanülen unter 1 mm stellen hohe Anforderungen an die Aufbereitung. Kanülen unter 0,5 mm sollten nicht mehr aufbereitet werden, da eine einwandfreie Reinigung nicht gewährleistet werden kann. Die Aufbereitbarkeit hängt allerdings nicht nur alleine vom Durchmesser ab, auch die Länge spielt dabei eine Rolle. Um eine sichere Aufbereitung solcher filigranen Instrumente zu gewährleisten, müssen folgende Punkte unbedingt berücksichtigt werden:
Sofort nach der Anwendung ist die Kanüle - um Verstopfungen zu vermeiden - mit sterilem Wasser durchzupülen. Eine nicht physiologische Kochsalzlösung darf eingesetzt werden. Mit dem zugehörigen Führungsdraht ist die Durchgängigkeit zu überprüfen. Nach der Aufbereitung auf sorgfältige Innentrocknung achten, evtl. mit einer trockenen Spritze oder ähnl. solange durchblasen, bis kein Tropfen Feuchtigkeit mehr austritt. Dampfsterilisation nach einem fraktionierten Vorvakuumverfahren nach EN285. Durch die Sterilisierstudie (Veröffentlichung Teil 1, Zentralsterilisation 2001; 9(6) 425 - 437 und Teil 2, Zentralsterilisation 2002; 10 (2) 100 - 109) haben Hersteller nachgewiesen, dass Kanülen mit einem Innendurchmesser von 0,5 mm und einer Länge von 500 mm mit dem fraktionierten Vorvakuumverfahren nach EN285 sterilisierbar sind.

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Was ist die max. Länge von englumigen Gütern bei der Sterilisation in FO - und Dampf -Sterilisatoren?

Bis vor einiger Zeit wurde nach DIN 58948 T 13/14 die Sterilisationsprozesse mit einen 1,5 m langen (PTFE-Schlauch) Prüfkörper mit 2 mm Innendurchmesser auf einer Seite geschlossen getestet. Dies kann man derzeit als Grenzbereich bei der FO-Sterilisation ansehen, wenn man nicht durch "Direktbeimpfung des Sterilisiergutes" einen anderen Nachweis erbringt. Bei der Dampfsterilisation muss (wie auch in Kürze bei der FO-Sterilisation) der Nachweis über die Validierung von Sterilisationsprozessen erfolgen. Handelt es sich um Güter, die nicht durch Thermoelemente getestet werden können, so muss auch hier eine "Direktbeimpfung des Sterilisiergutes" erfolgen (nähere Info gibt hier die DIN 58946 T6 bzw. Anhang.