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    Verfärbung durch Oxidation Black discoloration 
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Metall / Beläge - Verfärbung durch Oxidation

Ausschnitt - Titanvalven: Linke Valve - fabrikneu. Rechte Valve - maschinell gereinigt.
Meist erfolgt die Farbbändern gleichmäßig. Sie kann allerdings auch fleckig/mehrfarbig ausfallen.
Detail von Klemme: Sperre und Ringbereich
Wundhaken mit schwarz verfärbtem Schaft aus gehärtetem Cr-Stahl und blank gebliebenen Griff und Blatt aus nicht härtbarem CrNI-Stahl

Art der Oberflächenveränderung

  • Nur bei härtebaren nicht rostenden Stählen (NR-Stählen), nicht selten zuerst erkennbar bei schneidenden Instrumenten (z.B. Scheren), aber auch bei stumpfen Instrumenten (z.B. Klemmen, Pinzetten) kann es zur Bildung einer glänzenden, grauschwarzen Chromoxidpassivschicht kommen.
  • Bei Titanwerkstoffen (Reintitan oder Legierung) kann es entweder zur Bildung einer gleichmäßigen, farblich variierenden (z.B. grau, blau, violett, rot, goldgelb, grün) oder zu einer fleckigen, mehrfarbigen Oberflächenverfärbung kommen.    

Herkunft & Ursachen        

Bei o.g. Stählen bei der maschinellen Reinigung durch den im letzten Spülgang verschleppten Neutralisator, und/oder durch andere im Reinigungsprozess bisher nicht identifizierte passivschichtbildende Faktoren.Bei NR-Stählen können Passivschichten je nach Zusammensetzung, Dichte und Dicke transparent (ist üblich) bis schwarz ausfallen. Die Neigung zur Bildung von grauschwarzen Chromoxidpassivschichten ist neben den o.g. Einflüssen von der Werkstoffzusammensetzung, im speziellen vom Verhältnis Chromgehalt/Kohlenstoffgehalt, abhängig. In der Praxis bedeutet dies, je höher der Kohlenstoffgehalt desto schneller wird ggf. eine Grauschwarzfärbung sichtbar.Bei Titanwerkstoffen können feuchte Hitze und/oder die in den verschiedenen Aufbereitungsschritten eingesetzten Reinigungschemikalien zur Oxidation der Oberfläche und somit zur Verfärbung derselben führen. Titanoxidschichten können je nach Zusammensetzung, Dichte und Dicke transparent oder bunt/farbig ausfallen.

Empfehlungen zur Beseitigung        

Wird aufgrund der Belagseigenschaften nicht empfohlen, kann aber ggf. in beiden Fällen nur durch eine geeignete Oberflächenbearbeitung (bei Stahl = mechanisch, bei Titan = chemisch) beim Hersteller oder einem qualifizierten Reparaturservice erfolgen.Bei NR-Stählen bleibt die Schichtentfernung mit einem Grundreiniger wegen der deutlich angestiegenen Korrosionsbeständigkeit wirkungslos.

Maßnahmen zur Vermeidung        

Bei NR-Stählen exakte Dosierung des Neutralisators sicherstellen. Verschleppung des Neutralisators durch ausreichende Nachspülung ausschließen.Bei Titanwerkstoffen kaum oder nicht vermeidbar, da diese werkstoffbedingt durch die bei der Aufbereitung vorherrschenden Umgebungsbedingungen (Temperatur, Chemie, Feuchte) mehr oder weniger sichtbar immer mit der Oberfläche reagieren.

Bewertung evtl. Risiken        

Keine Korrosion - kosmetischer Effekt.Sofern bei Titanwerkstoffen eine eventuell verlorene Kennzeichnungs-/Codierungsfunktion durch Farbveränderungen, wie z.B. die farbliche Kennzeichnung der Blattbreite bei Valven (siehe Bild) kein Sicherheitsrisiko darstellt, sind Farbänderungen durch die Bildung unterschiedlicher Oxidschichteigenschaften völlig unbedenklich. D.h. es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich: Toxizität, Hygiene, Funktion oder Lebensdauer. Verfärbungen können die visuelle Kontrolle erschweren (z. B. be der Detektion von Restverchmutzungen.