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Wie entsteht eigentlich eine rote Broschüre?

  • Autorenbild: Johannes Gulde
    Johannes Gulde
  • 1. Juli
  • 2 Min. Lesezeit
Die „Rote Broschüre“ ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis echter Teamarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Am Anfang steht eine große Ideensammlung: Erfahrungen aus der Praxis, neue Normen und wissenschaftliche Erkenntnisse werden zusammengetragen. Zusätzlich werden die Vorworte angefragt, Input von unseren AKI Ambassadors aus den internationalen Märkten eingearbeitet, wissenschaftliche Untersuchungen angestoßen, um Ergebnisse begründbar einzubinden. Das alles ergibt zusammen einen ersten formalen Datensatz, den es nun gilt in Form zu bringen.
Denn dann übernehmen Expert*innen aus Industrie und Praxis die einzelnen Kapitel. Gemeinsam entsteht ein erster Entwurf – heute meist digital, oft parallel und immer mit viel Abstimmung.

Danach beginnt die eigentliche „Königsdisziplin“: mehrere intensive Review‑Runden. Jede Formulierung wird hinterfragt, Kommentare werden gesammelt, diskutiert und eingearbeitet – so lange, bis Inhalt und Praxisbezug wirklich stimmen.
Am Ende folgt der Feinschliff im Layout und eine letzte Prüfung, bevor alle Beteiligten grünes Licht geben.

Ein paar Anekdoten aus der aktuellen Erarbeitung der Jubiläumsbroschüre:

Die „Halbzeit-Erkenntnis“:

In einer mehrstündigen Review‑Session stellte das Team fest, dass man nach Stunden intensiver Diskussionen… gerade einmal bis Kapitel 6 gekommen war. Ergebnis: Zusatztermin. Und mehr Kaffee.

Die Reise eines Kommentars:

Ein einzelner Verbesserungsvorschlag wanderte durch drei Schleifen, wurde leicht umformuliert, fachlich vertieft – und landete am Ende fast wieder beim ursprünglichen Vorschlag. Nur besser begründet.

Das legendäre Komma:

In einer Diskussion in Reviewrunde 2 ging es länger um ein Komma als um einen gesamten Absatz. Fazit: Kleine Zeichen, große Wirkung.

Viele Köpfe, ein gemeinsames Ziel: Praxistauglichkeit.

So entsteht Schritt für Schritt ein Werk, das nicht nur Wissen bündelt – sondern echte Alltagstauglichkeit liefert.

Und das steckt wirklich in der Jubiläumsbroschüre des AKI e.V.:


Über den Autor

Johannes Gulde ist seit 2018 Mitglied des AKI und einer der Vertreter der Instrumentenhersteller in der Gruppe. Er verantwortet innerhalb der KLS Martin Group das Produktmanagement und die Entwicklung für chirurgische Instrumente & Tray Systems

 
 
 

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